Little Angel~*°

Diese One Shot habe ich vor längerer Zeit mal geschrieben. Sie war eigentlich zu dem Songtext "Hoffnung stirbt zuletzt" von Bushido und Cassandra Steen, aber ich hab den Text rausgemacht, nur noch an ein paar Stellen soll er einen Brief symbolisieren.

 

Es Tut Mir Leid

Das Glas, das neben mir steht fliegt klirrend an die Wand, Scherben verteilen sich auf dem Boden und ihre scharfen Kanten glitzern.
Mein Kopf rast, meine zitternde Hand zerdrückt das kleine weiße Papier zusammen, das mir alles erklären soll.
Indem du mir erklärt hast, warum es nicht geht. Aber verstehen tue ich es nicht, was soll ich mit diesen kleinen verräterischen schwarzen Buchstaben auf einem weißen Blatt Papier?
Du konntest mir das wohl nicht mal ins Gesicht sagen und das lässt die Verzweiflung, Hilflosigkeit und die Trauer zu einer unbändigen Wut in mir werden.
Deine Worte klingen in meinem Kopf und quälen mich, so dass ich fast zusammenbreche.  „Nichts wird uns trennen, auch wenn wir uns jetzt nicht mehr so oft sehen werden wie früher, mein kleiner Engel“ Mein Engel, ja ich war dein Engel. Deine süße Stimme klingt in mir, ich hatte dir vertraut. Und das bekomme ich dafür? Ein weißes Blatt Papier, indem du mir sagst, dass es nicht mehr gehen wird. Warum? Warum tust du das, meinst du etwa ich halte es nicht aus, dass du jetzt nicht mehr nur für mich da bist? Natürlich geht es mir deswegen dreckig, aber was du jetzt getan hast, war der endgültige Stoß in den Abgrund.

Eine heiße Flüssigkeit fließt über meine Wange und lässt mein Schlucken salzig schmecken.

Bitte weine nicht, wenn du diese Zeilen liest…

Als du diesen Brief geschrieben hast, dachtest du wirklich dass ich nicht weine? Hast du wirklich geglaubt, dass du mir so wenig bedeutest? Ich weiß es nicht und das macht mich verrückt. Ein zerbrochener Bilderrahmen liegt vor mir, deine schwarzen Haare fallen dir locker in das hübsche Gesicht und in deinem Arm hältst du ein Mädchen. Es lacht dich an und fühlt sich so wohl in deinen Armen.
Das Mädchen bin ich, was hattest du damals gesagt? „Jetzt lasse ich dich nie wieder los und du musst immer bei mir bleiben“ Du hast mich losgelassen, oder wo bist du? Ich sitze hier alleine und fühle mich so mies, du hast mich weggeschoben wie ein lästiges Stück Dreck. Du bist so feige.

Es tut mir so leid dir das hier zu schreiben, aber ich muss weg. Ich hasse mich dafür aber es geht nicht anders, sei nicht böse…

Du meinst, du musst weg, gar nichts musst du. Ist dir deine Karriere denn so wichtig? Ich habe nie erwartet, dass du sie wegen mir aufgibst. Du solltest nur manchmal für mich da sein, damit ich deine Nähe spüren konnte und wusste, dass du noch für mich da bist.
Du meinst, dass du keine Antwort siehst. Du kannst so nicht weitermachen, weil du meinst es schadet mir. Habe ich je zu dir gesagt, dass es mich stört dich so wenig zu sehen? Natürlich war es schwer, aber trotzdem wusste ich, dass du für mich da bist. Du hast falsche Schlüsse gezogen und jetzt bist du weg, und ich soll mich mit diesem weißen Stück Papier abfinden. Mit diesen wenigen Worten, die deine Entscheidung erklären sollen.

Du musst wissen, dass es schwierig ist. Aber du hast das nicht verdient, ich habe dich nicht verdient. Denke drüber nach und du verstehst mich vielleicht…

Ich mag die Trauer nicht, ich verabscheue sie. ,,Es ist zu spät, wir haben zu viel gemacht was nicht hätte sein sollen. Ich schaff es nicht mehr.“ Mit diesen Worten hattest du uns ausgelöscht, vergessen und begraben. Es gibt kein „uns“ mehr, nur noch dich und mich. Dieser Gedanke zerreißt meine Liebe, frisst mich innerlich auf und macht mich kaputt.
Du hast aufgegeben, hast mich aufgegeben weil andere Dinge wichtiger sind. Ich sehe es nicht ein. Auch wenn ich dann weg bin denke ich an dich. Was willst du mir damit sagen? Du sollst hier bei mir leben, für den Augenblick, sollst jede Minuten, Stunden und Tage mit mir genießen, aber nicht irgendwo anders.
Langsam öffne ich meine Hand und sehe, wie das weiße zerknüllte Etwas auf den Boden zu den Scherben fällt. Meine Finger gleiten über mein Gesicht und fühlen die nasse Flüssigkeit auf meiner Haut. ,,Nicht weinen mein Engel, nichts ist es wert, dass du wegen ihm Tränen vergießt.“ Hattest du mir einmal gesagt und meine Tränen weg gestrichen. Es ist schon verrückt, dass ich jetzt wegen dir hier sitze, meinen Kopf zerbrechend und versuchend dich zu vergessen. Denjenigen, der mir vor langer Zeit einmal versichert hatte, mir nie weh zu tun.
Vor meinen Augen erscheint die letzte Zeile deines Briefes und ich merke wie lächerlich es ist, denn ich kann dir das nicht verzeihen. Und erst Recht nicht mit so einem Satz.

Es tut mir leid

Ende

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